Meine WG, ich und der leere Darm

Völlerei und ungesunde Ernährung zu Beginn der Corona-Zeit führt bei fünf jungen Leuten aus Hamburg zu dem überraschenden Bedürfnis, eine Woche heilzufasten.

Knackig und weich, fruchtig und derb, schließlich angenehm kross und leicht warm: Schon als meine Zähne durch den Aufbau von Vollkorntoast, Käse und Tomate dringen, spüre ich ein phantastisches Erfüllungsgefühl. Als ich genüsslich zu kauen beginne und langsam, ganz langsam den Bissen in meinem Mund zergehen lasse, kann ich nicht umhin, die Augen zu schließen und mich pudelwohl zu fühlen: Endlich wieder ein Käsebrot. Geil!

Sieben Tage lang haben wir auf unsere übliche Nahrung verzichtet. An den ersten beiden Tagen gab es Joghurt mit Früchten zum Frühstück, abends etwas Currysuppe – ohne Reis. Danach sollten es fünf Tage nur Wasser, Gemüsebrühe und Tee für den Magen sein. Ein halber Liter gepresster Saft war außerdem erlaubt. Dafür haben wir uns extra einen Entsafter besorgt. Nach Otto Buchinger, 1878 geboren, 1966 gestorben, soll Heilfasten den Körper regenerieren, so dass er Abwehrkräfte bildet und das Immunsystem besser wird. Also auch eine Art Corona-Beschäftigung. Für uns ist die Motivation allerdings vorrangig die eine: weg von dem Zuviel an Essen.

Den kompletten Text gibt’s auf faz.net

Erschienen am 28.06.2020, ebenfalls in print. 

Foto: Leon Falk Salner

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